Coesfelder Kreuzweg

Einleitung

Kraft und Trost finden Menschen im Betrachten von Kreuzwegen. Im persönlichen wie gemeinschaftlichen Nachgehen der Kreuzwegstationen begegnen sich menschliche Existenz und ein den Menschen naher Gott. Im Leidensweg Jesu verdichtet sich menschliches Leid. Angesichts erfahrenen und zugefügten Leides spüren Christen durch die Jahrhunderte die tragende Gegenwart Gottes. „Er kennt unsere Sorgen!“

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich eine Sehnsucht, Stätten des Heiligen Landes (Orte im heutigen Israel) aufzusuchen, die mit Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi in Verbindung gebracht werden. Bestärkt durch diese Frömmigkeit bildeten Christen ab dem 14. Jahrhundert Kreuzwege in der Heimat nach. Kreuzwege - mal mit 7, mal 14 oder mehr Stationen wie in Coesfeld – brachten die christliche Botschaft aus Bibel und Tradition zum Ausdruck und förderten anschaulich die geistliche Vertiefung.

Im Mittelpunkt der Betrachtung des Großen Kreuzweges aus dem 17. Jahrhundert steht das Coesfelder Kreuz. Der Weg beginnt an der St. Lamberti-Kirche und endet dort nach ca. 10 km. Die große Kreuztracht am Fest Kreuzerhöhung (14. September) bzw. am darauf folgenden Sonntag sowie betende Gruppen am Karfreitag zählen zu den jährlichen Höhepunkten auf dem Coesfelder Kreuzweg. Menschen aus Nah und Fern entdecken ihn für sich als ansprechenden Lebens- und Glaubensweg.

Frömmigkeitsformen wandeln sich im Laufe der Zeit. Für Christen bleibt die kraftvolle und lebensbejahende Hoffnung im Zeichen des Kreuzes, die im Schriftzug des Reliquienkreuzes deutlich wird: „O CRUX AVE SPES UNICA“ - O Kreuz, sei gegrüßt, du einzige Hoffnung!

Informationsstelen an der Eckpunkten

Schon lange bestand der Wunsch den Großen Kreuzweg durch Informationstafel zu ergänzen, die den Besuchern Hintergründe und spirituellen Impulse bieten können.

Nach längerer Planung konnte dieses Vorhaben im Jahr 2010 realisert werden, indem jeweils eine Informationstafel an je einem der vier Eckpunkten des Kreuzweges installiert wurde. Historische Daten wurden mit religiösen Texten kombiniert. An der Mitarbeit waren wesentlich Mitglieder des Heimatvereines, der Stadtarchivar und der Verein Coesfeld und Freunde beteiligt. Die Bürgerstiftung Coesfeld übernahm die organisatorische und finanzielle Betreuung des Projektes. Die theologischen Texte wurden von den Pastoralreferenten Walbert Nienhaus und Andreas Hinz formuliert. Für das Thema Anna Katharina Emmerick hat Clemens Engling die Grundlagen geliefert.

Selbstverständlich findet man die Texte der Informationstafel auch auf unseren Seiten.

   Den Kreuzweg spirituell versehen

   Historische Daten zum Großen Kreuzweg

   Skizze zum Verlauf des großen Kreuzwegs

Impressionen vom Großen Kreuzweg